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Dokumentarfilm, 52 Minuten, 6. Juli 2004 20:15 arte (Erstausstrahlung)

Buch und Regie: Franz Fitzke
Kamera: Alecs Heiduschka
Ton: Laurent Desmetz
Kameraassistenz: Michael Sladek
Schnitt: Jana Schatz
Produzent: Carl-A. Fechner
Drehzeit: April 2004
Drehorte: Frankreich, Deutschland, USA, Dänemark, Österreich, Schweden

Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieaufkommen in der EU steigt und wird stark gefördert. Aber welche Möglichkeiten erneuerbarer beziehungsweise nachwachsender Energien existieren in Europa? Der Film zeigt Beispiele aus verschiedenen Ländern der EU. Dazu gehören Windparks in Dänemark und Frankreich, solarthermische Anlagen in Spanien, Erdwärmeanlagen auf Island und die Nutzung von Biomasse in Deutschland.

Bis zum Jahr 2010 will die Europäische Union den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auf zwölf Prozent erhöhen. Jüngste Studien aus Deutschland gehen davon aus, dass bis 2050 ein Anteil von 50 Prozent erreicht werden kann. Der Film zeigt an Beispielen aus verschiedenen EU-Ländern, woher die neue Power kommen wird. So ist der Bau des weltgrößten Offshore-Windparks in Dänemark zu sehen, der inzwischen ans Stromnetz gegangen ist. In Deutschland sind vier dieser Parks in der Nordsee bereits genehmigt, zwei Dutzend weitere beantragt. An Frankreichs Kanalküste steht der größte Windpark Europas kurz vor Baubeginn. Das kalte Island deckt fast seinen gesamten Energieverbrauch aus Erdwärme. Die vorhandenen Ressourcen sind so groß, dass Island inzwischen als erster Staat in die regenerative Wasserstoffwirtschaft eingestiegen ist. Eine neue Technik erlaubt es, die Geothermie an vielen Stellen Europas zu nutzen. In Soultz-sous-Forets im Elsass wurden Versuchsbohrungen erfolgreich abgeschlossen. In Spaniens Süden werden nach kalifornischem Vorbild solarthermische Großkraftwerke errichtet. Die schwedische 70.000-Einwohner-Stadt Växjö deckt ihren gesamten Strom- und Wärmebedarf aus riesigen Halden von Sägemehl und Holzabfällen. Besonders das enorme Biomasse-Potenzial der EU kann zukünftig einen substanziellen Beitrag zur Benzinversorgung leisten. In Sachsen steht der Rohbau einer Anlage, die Biomasse aller Art in Treibstoff verwandeln kann. Am effizientesten sind grün geerntete Energiepflanzen, die vollständig verwertet werden können. Neben der Biomasse boomen auf regionaler Ebene vor allem Wärmekollektoren mit Erdspeichern und photovoltaische Solarzellen. Doch auch die vielen kleinen Wasserkraftwerke, die vor Jahren aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben wurden, lohnen sich dank neuer Technik wieder. Und im Hegau am Bodensee will ein Unternehmer bis 2030 die solare Vollversorgung einer kompletten Region erreichen.